31 März 2006

Last day - last post...

Heute war der letzte Tag meines Auslandsstudiums. In der Früh hab ich schnell die Wohnung abgegeben, Schlüssel abgegeben, letzte Bücher in die Bib gebracht etc. Und hey, ich hab's geschafft, die gesamte Kaution wieder zu bekommen! Ja, das ist ne Leistung, weil der Hausmeister wie ein Schießhund kontrolliert: Ist über dem Badezimmerspiegel geputzt, sind die Lamellen des Rolladens geputzt, ... ? Mittag war ich noch mit den Assis vom Institut essen und hab mich dort verabschiedet. Und Nachmittags hab ich mich selbst mit Shopping belohnt. :)) Ja, und jetzt feier ich noch mit Urban die Abgabe meiner Semesterarbeit und den Beginn der Pendelei...

Rückblickend betrachtet, war das ein wunderschönes, halbes Jahr. Ich hab extrem viele neue Eindrücke gesammelt und auch eine Menge über mich selbst gelernt. Die Schweiz ist halt doch ein bißchen anders, als man zunächst meint. Aber auf einer Skala von 0 bis 10 Punkten bekommt sie doch eine glatte 9. Den Punkt Abzug gibts nur wegen der Einstellung zu Verkehrssündchen... Sonst ist die Schweiz schon ziemlich prima. Vielleicht zieht's mich ja wieder her.

Vielen herzlichen Dank an alle, die mich hier besucht haben. Allen, die meinen Blog lesen und auch allen, die mich ned vergessen haben (*g*), sei herzlich gedankt. Ihr habt mir eine Menge Freude bereitet.
Das war nun mein letzter Post hier, denn die bayrische Botschaft in Zürich wurde heute geschlossen und kehrt nach Hause zurück. Und alles andere privat... ;)

30 März 2006

Kastelköpf & Schnecken (1 day left)

Gut, Semesterarbeit abgegeben, aber Ruhe kehrt noch lange nicht ein. Heute war das "Zügeln" auf der Tagesordnung... Nachdem ich heute morgen um 8 Uhr erst mal mein Auto aus der blauen Zone retten musste (keine Experimente mehr, wir erinnern uns...), hab ich mit dem Kisten packen angefangen. In weniger als drei Stunden war mein ganzes Zeug schon zusammengepackt. Irgendwie reduziert man von Umzug zum Umzug mehr. Auch dieses Mal gab es wieder eine kleine und eine große Kiste, die ins Basislager nach Altötting geschafft werden, da sie eigentlich unbenötigtes Zeug enthalten...

Mist, es regnet. Und ich will die Kisten sowieso nicht weiterschleppen als unbedingt notwendig. Also hab ich das Auto auf dem Warteplatz des Nachbarhauses für die Garageneinfahrt geparkt, denn ich war sowieso alle zwei Minuten wieder am Auto mit neuen Kisten. Die letzten paar Gänge, als ich echt schon ziemlich fertig war, hat dann noch ein Taxi neben mir geparkt. Es kommt eine dicke Frau aus dem Nachbarhaus, die mich dann auch noch anspricht, während ich drei Kisten balanciere und zum Auto schleppe...

-"Entschuldigung, sind Sie von Nummer 47?"
-"Nein, ich bin von der 53. Aber ich zügle gerade und bin glei weg."
-"Wissen Sie, das geht ned, Sie können da ned parkieren."
-"Es tut mir ja wirklich leid, aber ich kann die Kisten ned noch weiterschleppen." (Kruzifix, schwing Dein Bräuroßarsch in des verdammte Taxi und laß mi in Ruh!)
-"Ich werd Sie ned verzeigen..."
-(Wenn die fette Kuh mich auch noch anzeigt, vergeß ich mich! Und laß auch noch die ganze Wut über die andere Parkbuße an Dir aus! Scheiß Schweizer Kastelköpf!)
-"... aber sie dürfen da ned parkieren. Versprechens mir, dass Sie des nie wieder machen, das kam nämlich schon öfter vor."
[hier sind nun diverse Iterationsschleifen einzulegen, wo das Ganze mit anderen Worten wiederholt wurde und es verwunderlich ist, dass ich ruhig geblieben bin und den Drang unterdrücken konnte, ihr an die Gurgel zu gheen.]
-"Nein, sicher nicht. Ich bin gleich weg und zügel zurück nach Deutschland und dann werd ich hier ganz sicher nie wieder auf diesem Parkplatz stehen.
Dann stieg das Bräuroß endlich ins Taxi und ließ mich in Ruhe. Mann, vermutlich kann die ned mal Autofahren, geschweige denn hat die eine Kiste in ihrem Leben geschleppt, aber Hauptsache man hält sich an die Vorschriften. %&"!)(ARGH!!§$$%&

Daraufhin bin ich dann erstmal nach Kilchberg gefahren in den Lagerverkauf zu Lindt & Sprüngli. Dort hab ich erstmal meine letzten Franken gelassen und ordentlich Schoggi gekauft. Zurück in Zürich, hab ich noch schnell einen Prosecco mit den Mädels vom Institut genossen, um auch mal auf meine Semesterarbeit anzustoßen.

Nachmittags stand dann noch Putzen auf den Programm. Nachdem ich schon gehört habe, dass die Zimmerabnahme sehr streng wäre, hab ich tatsächlich auch noch zwei Stunden für mein 10qm-Zimmer aufgewendet und wirklich alles geputzt. Dafür haben Abends noch ein paar aus meiner WG für mich gekocht. Als Vorspeise Salat, als Zwischengang Schnecken und als Hauptgang Appenzeller Siedwurst mit Blaukraut, Sauerkraut und Kroketten. Dazu wurde ein Shiraz serviert....

Wie Schnecken?! Ja, das Schneckerl hat die erste Schnecke seines Lebens probiert. Abgesehen davon, dass man sich denkt "Hilfe, ich hab nicht wirklich grad ne Schnecke im Mund" ist das gar nicht so schlecht. Aber immerhin noch sehr gewöhnungsbedürftig. Appenzeller Siedwurst dafür ist der Weißwurst ziemlich ähnlich und hat schon ein bißchen Heimweh geweckt... Auf ein paar ordentiche Brezen, Weißwürst und ein Weißbier freu ich mich nämlich wirklich schon.

29 März 2006

"Gopfertammit"! (2 days left)

"Gopfertammit", wie es der Schweizer gerne ausdrücken würde ("Gott verdamm mich!"). Jetzt ist's wirklich gut.... Nachdem ich die 650h-Grenze wirklich gesprengt habe, diverse Papiersstaus produziert hab, das Mittagessen ausfallen lassen hab, ungezählte Kaffees getrunken, tausend kleiner Korrekturen eingearbeitet hab, noch schnell Abstract und Acknowledgements produziert hab und diversen anderen Kleinscheiß erledigt hab, hab ich das Teufelsding (in früheren Posts auch mal Semesterarbeit genannt) um halb 7 Uhr abends auch endlich ausgedruckt in meinen Händen halten können.
Dann hab ich Arne eine Fassung in die Hand gedrückt und nur noch zombie-like nach Hause gewankt. format brain:

28 März 2006

*fiep* (3 days left)

*fiep*, weil es sich wohl so anhört, wenn das Überdruck-Ventil pfeift. :( Irgendwie war ich gestern zu frohen Mutes, denn da ist bei der Arbeit doch noch mehr zu tun, als ich dachte. Deswegen war ich gestern tatsächlich 9 Stunden am Arbeiten und hab die 600 Stundengrenze dann noch weiter hinter mir gelassen (vermutlich bin ich eh schon bei 650 Stunden). Also, wo bei der Arbeit der Unterschied zu einer Diplomarbeit ist, kann mir mal einer erklären...
Bin dann völlig fertig um halb 8 Uhr abends eingepennt, nur damit ich von 0-2 Uhr nicht schlafen konnte und heut morgen um 5 Uhr total erschlagen aufzuwachen. Jetzt wirds echt Zeit, dass das verdammte Ding fertig wird, damit ich mal wieder ruhig schlafen kann.

27 März 2006

Tribute to the Dreamteam! (4 days left)

Juhu, Arne und ich haben mit meinem Assi aus München telefoniert und es gibt fast nichts mehr an der SA zu machen. Ich sollte also am Mittwoch fertig werden... Nur noch ein kleines Kapitelchen schreiben sowie "Conclusion & Outlook" bearbeiten und dann kann ich sie abgeben! *schallalalalalala* Grund zum Feiern mit den LOS-Jungs...

Eigentlich war ja immer Dienstag der Tag, an dem wir morgens in der Cafete unsere Fallstudien gelöst haben und Abends im bQm gemütlich ein Bierchen trinken waren. Dieses Mal war's halt ein Montag, aber die LOS-Vorlesung (Logistics, Operations and Supply Chain Management) ist schließlich rum und Fallstudien gabs auch keine mehr zu lösen.













Paul und Stevie

Also, wer ist das Dreamteam? Paul "NaPauleon" Beck (oder auch "Was zum Geier wollen die von uns in der Aufgabe?", "Ich erschlag die/Dich noch mit dem Buch...."), Stefan "Stevie" Frei (auch bekannt als Mr. Schweiz.ch und gerade mit einem Bein im Gefängnis ;)) und Urban "Urbi" Mäder (auch besser bekannt dafür, sämtliche Aufgaben mit selbst aufgestellten Formeln lösen zu wollen und alles, was nur einen Dreisatz enthält, als trivial zu betrachten).















"Clöde" (also ich) wurde vom Dreamteam netterweise ins LOS-Team aufgenommen und wurde besser bekannt mit dem Lieblingsspruch "Ach, so dramatisch is des ned..." bzw. nicht enden wollenden Gelächter über die Sprüche des Dreamteams. Mann, manchmal hatte ich schon fast Bauchmuskelkater! Heimweh zu den Münchner Maschinenbauern hab ich mit Euch jedenfalls nicht bekommen, mit deren Sprüchen könnt Ihr locker mithalten.

Der guten Tradtion zufolge haben wir erstmal ein, zwei (vielleicht waren's auch mehr) Bierchen im bQm genossen, um dann anschliessend in der Rheinfelder Bierhalle ein Cordon-bleu zu geniessen. Der Paul hatte da schon das Gefühl, er hätte zu viel getrunken. Aber es gab keine Gnade und wir sind noch ins The Noble Dubliner weiter gezogen...
Jungs, war ein würdiger Abschied für mich! Vielen lieben Dank! Und das wiederholen wir bald wieder - allerdings ohne dafür in LOS2 zu müssen, okay?

26 März 2006

Faulitage! (5 days left)


Ach herrlich! Ich hab noch fünf Tage hier und jetzt ist Zürich so, wie ich mir das immer vorgestellt habe. Gut, dass ich über den Winter nicht so warme Temperaturen erwarten kann wie jetzt im Frühling, war klar, aber dass die Sonne scheint und man in der Ferne die schneebedeckten Alpen sieht, ist einfach postkarten-kitschig schön. Und den Hochnebel vermiss ich überhaupt nicht!

Heut war's auch so warm, dass Urban und ich schon am See entlang schlendern konnten (wie ungefähr 100.000 andere Zürcher) und das erste Eis des Jahres genossen haben! War eine nicht ganz exklusive Idee, aber trotzdem schön! Und es wird Frühling! *freu*

Das Beste an diesem Wochenende war echt, dass ich mal nicht arbeiten musste. Ich hab nur die Bewerbung für ein Stipendium fertig gemacht und Wandas Korrekturen eingearbeitet (und das waren meistens Kommafehler! :)) Aber sonst war der Sonntag heut ein echter Faulitag...

25 März 2006

Endlich Wochenende! (6 days left)

Mammamia, endlich Wochenende und ich muß glücklicherweise nicht mal wirklich viel arbeiten. Nachdem ich letztes Wochenende doch 14 Stunden im Institut war, muss das dieses Wochenende mal ohne gehen. Wanda hat meine Semesterarbeit Korrektur gelesen und ich hab nicht mal allzu viele Fehler gemacht. *freu* Wenn Arne und Mathey (Betreuer ETHZ und TUM) die Arbeit übers Wochenende gelesen haben, kann ich nur hoffen, dass ich nächste Woche nicht allzuviel mehr ändern muss. Hab ich schon erwähnt, dass ich diese Woche die 600 Stunden für diese verdammte Arbeit vollgemacht habe?!

Gestern Mittag war ich dann sogar noch im Stadthaus, um meinen Wohnsitz abzumelden. Erstaunlicherweise hat das nur zwei Minuten gedauert und nicht mal was gekostet. Ganz neue Dinge in der Schweiz...

Abends bin ich mit Urban und Olli aus dem Institut auf eine "Tanz in den Frühling"-Party gegangen. War ein komisches Volk, aber es gab für 15 Stutz soviel Alkohol und Knabbereien, wie man vertragen konnte. Und das hatte ich wahrlich nötig, nachdem ich wieder mal nicht vor halb 8 Uhr Abends aus der Arbeit rausgekommen bin...

Und heute? Heute ist nichts anders angesagt, als ein bißchen in der Gegend rumzugammeln. Vielleicht arbeite ich noch die Korrekturen von Wanda in der Arbeit ein. Vielleicht auch nicht. Und wenn ich ganz viel Muse hab, mach ich noch ein, zwei Bewerbungen fertig. Ach, erst mal nen Kaffee trinken....

24 März 2006

Ade Manolos! (7 days left)

Noch sieben Tage, dann geht es wieder zurück nach Deutschland. Das Land, das die Autofahrer liebt. Das Land, in dem es auf Autobahnen keine Geschwindigkeitsbegrenzung gibt. Das Land, wo man auch mal ein bißchen zu schnell fahren kann ohne gleich ein Schwerverbrecher zu sein. Das Land, das einen Normalsterblichen nicht mit exorbitanten Bussen bestraft.
Ach, ich hab Heimweh...

Ihr erinnert Euch dunkel, vor drei Wochen habe ich einen Strafzettel erhalten. Problem war, dass ich mehr als 10 Stunden in der Anwohnerparkzone ohne gültige Parkkarte stand. Fast alles in Zürich ist diese Anwohnerparkzone. Meine alte Parkkarte war abgelaufen, meine neue beantragt und die Kopien dazu lagen auch im Auto aus. Das hat den Stadtpolizisten herzlich wenig interessiert und ich bekam eine Anzeige, die vom Stadtrichter verhandelt wurde. Heraus kam nun eine Busse von 668 CHF (in etwa 424 Euro). Wie gesagt das war die Kategorie "Überschreiten der zulässigen Parkzeit um mehr als 10h". Die Beratung beim Stadtrichteramt hat mir zwar gesagt, dass ich Einspruch einlegen könnte, aber meine Aussichten sehr gering wären. Halleluja. Und mit dem Twingo wurde ich auch noch viermal geblitzt. Jeweils mit 51 km/h (die 3 km/h Toleranz waren schon abgezogen). Das macht pro Blitzen 28 Euro. Nein, es war keine 30er-Zone, sondern ganz normale 50 in der Stadt! Rechnet man nun meine Verkehrsbussen zusammen, hätte ich mir davon leicht ein Paar Manolos kaufen können.

Naja, werd wohl das Lehrgeld bezahlen müssen. Ansonsten habe ich jetzt noch sieben Tage in der Schweiz. Jetzt beginnt die Ämterrallye. Heute morgen war ich schon im Büro des Quartierwesens, um die Wohnungsabnahme zu besprechen und heute mittag werd ich mal ins Stadthaus fahren um mich abzumelden. Mal sehen was noch alles kommt... Für die letzte Woche gibt's ein tägliches Update auf dem Blog.

21 März 2006

Endspurt!

In letzter Zeit hört man ja nicht gerade viel neues von mir. Meine Zeit hier neigt sich ja dem Ende zu: Nächsten Freitag ziehe ich wieder nach München und vorher will auch noch meine Semesterarbeit abgegeben werden. Nun, wenn man es zwei Herren recht machen muss, kann das auch schon mal schwieriger werden. :( Deswegen hab ich vergangenes Wochenende im Büro verbracht. Am Sonntag glatte acht Stunden, am Samstag "nur" fünf.
Zu mehr war ich am Samstag auch nicht fähig, weil Stephan aus Basel mich besuchen kam und sich der Freitag Abend doch eher feucht-fröhlich gestaltet. Am Freitag Abend könnte man am Zürcher Hauptbahnhof den Eindrück gewinnen, ein Krieg wäre ausgebrochen und alle auf der Flucht. Wahnsinn, wie's da zu geht! Glücklicherweise haben Stephan und ich uns aber doch gefunden und sind anschließend ein bißchen in Zürich bummeln gegangen und dann in dem Restaurant Barrique hängen geblieben. Sehr nettes Lokal im Niederdorf, ein Tipp für alle, die mal nach Zürich kommen wollen. Einige Dreierle (0,3l)Rotwein und einen Campari Orange später, tat es Stephan und mir ganz gut, dass keine Tram mehr fuhr und wir einen kleinen Ausnüchterungsmarsch zu mir hinlegen mussten. Gut, dass wir am Samstag ausschlafen konnten...
Ja, und jetzt heisst's mit Vollgas wieder ran an die Semesterarbeit, damit ich nächstes Wochenende auch noch ein bisschen Freizeit hier geniessen kann.

13 März 2006

Powder on!

Zugebenermaßen, das Bild ist nicht von mir und das Wochenende war wettertechnisch gesehen auch nicht so schön. Aber das Foto drückt dafür umso mehr das Gefühl aus, das der Schnee und vor allem das Skifahren am Wochenende in Kilian, Urban und mir auslöste...

Wenn man beschliesst, eine Prüfung zu schießen (also nicht mit zu schreiben), dann schafft man es auch trotz Semesterarbeit, sich ein Wochenende frei zu schaufeln. Nachdem Zürich letzte Woche im Schneechaos versank, musste es auf den Bergen traumhaft viel Schnee haben. Und so haben sich Urban und ich am Freitag Abend Richtung Flims Laax aufgemacht, um das Wochenende auf Skiern zu verbringen.

Und unsere Erwartungen wurden nicht enttäuscht: Zwar war das Wetter nicht traumhaft, aber der Schnee umso mehr. Und Ihr werdet es nicht glauben, Urban hat es sogar geschafft mich zu überreden, für das Wochenende meinen schönen klassischen Stil mal sein zu lassen und es statt dessen mal mit Carven zu probieren. Also hab ich mir ein paar Ski ausgeliehen (glücklicherweise bei dem Skiverleih, wo man sich im ganzen Gebiet immer wieder umsonst neue holen kann) und mit dem K2 First Luv angefangen. Name und Design hätten mich schon stutzig machen sollen, dass es sich hier um einen Frauen- und Anfängerski handelt und so hab ich ihn keine Stunde später schon wieder zurück gegeben. Auf die Frage, ob das ein Anfängerski sei, erntete ich nur unverständliches Kopfschütteln und so einigte ich mich mit dem Mann vom Skiverleih darauf, dass es sich zumindest um einen Frauenski handle und ich etwas mit mehr Biß bräuchte. Nicht ohne mich zwanzig Mal zu warnen und sich fünfzig Mal zu versichern, ob ich auch wirklich Ski fahren könne, gab er mir den Völkl RaceTiger mit auf den Weg. Und der war Liebe auf den ersten Blick! Der RaceTiger ging in den Kurven ab wie noch mal was und hat richtig, richtig viel Spaß gemacht. Sogar das Carven mit ihm! Am liebsten wär ich gar nicht mehr von den Skiern runter für den Rest vom Tag!














Obwohl das Wetter den ganzen Sonntag nicht prickelnd war, kam zum Après Ski noch die Sonne raus...

Am nächsten Tag erkaltete diese Liebe allerdings ziemlich schnell. Es hatte die ganze Nacht über geschneit, es lag ein traumhafter Pulverschnee auf den Pisten und Kilian kam uns auch noch besuchen. Während Urban und Kilian eine ziemlich gute Figur im Tiefschnee abgaben, machten der RaceTiger und ich einen Klecks nach dem nächsten. Sei es nun, weil die Bindung zu schwach eingestellt war oder ich nicht besonders gut Tiefschnee fahren kann, nach dem sechsten Sturz hatte ich jedenfalls genug und wollte nur noch auf eine planierte Piste und diesen Ski zurück geben. Tat ich auch, holte mir einen Atomic Race Carver Bode Miller und blieb den Tiefschneehängen erstmal fern.













Kilian und ich - glücklich nach einem Traumtag auf der Piste

Der Atomic war ganz nett, man konnte prima mit ihm Schuss fahren, aber in den Kurven hat er gegen den RaceTiger keine Chance. Nach dem Mittagessen in einer urigen Hütte holte ich mir dann den Rossignol 9 STi. Der war wieder viel mehr nach meinen Geschmack! Und während Kilian und Urban aus den Tiefschneehängen nicht mehr rauszukriegen waren, übte ich mich im Carven und traute mich mit dem 9 STi dann sogar wieder in den Pulverschnee. Und siehe da, kaum ist die Bindung richtig eingestellt und man hat wieder ein bisschen Selbstvertrauen, funktionierte das mit dem Tiefschnee auf einmal gar nicht so schlecht.

Daher hatten wir uns wahrlich ein Weißbier zum Après Ski verdient, auch für stolze 5 Euro! Aber es geht halt manchmal auch nichts darüber, nach einem traumhaften Skitag ein bißchen Heimat zu geniessen. :) Und so waren wir alle traurig, das heute Montag ist und wir wieder arbeiten müssen. Ich glaube, wir hätten es noch ganz leicht einen weiteren Tag dort ausgehalten...
















Urban beim Après Ski

08 März 2006

Überfall der Heuschrecken

Wer den Besuch der Münchner mal aus einer anderen Perspektive kennen lernen möchte: Fuzzels Sicht der Dinge!

Sonnenstrahlen, Luxemburgerlis und Verwöhnprogramm

Gestern war ganz überraschend Verena zu Besuch, weil sie ein Vorstellungsgespräch in Küsnacht bei Zürich hatte. Nachdem ihr Rückflug erst Abends ging, haben wir den Nachmittag in Zürich verbracht und wurden auch noch mit strahlendem Sonnenschein verwöhnt. Also haben wir einen kleinen Stadtbummel gemacht, Luxemburgerlis der Confiserie Sprüngli genossen und am See Sonnenstrahlen getankt. Kurzum: Wir haben es uns gut gehen lassen, heiße Schoggi im Café genossen und einfach mal einen Nachmittag ausgespannt. Jetzt drück ich ihr die Daumen, dass das mit dem Job in Küsnacht klappt und ich sie da mal öfter besuchen kann.

06 März 2006

's bizzeli Schnee in Züri...

...und das Chaos kann beginnen














Philipp und Karin haben sich ja schon lange für dieses Wochenende angekündigt, das ihr "Mitbringsel" aber Bernhard sein würde, hab ich nicht geahnt. Sehr gelungene Überraschung, Ihr drei! Im Gepäck hatten sie auch Augustiner und zusammen mit meinem geschmuggelten Kasten sind wir ganz gut über die Runden gekommen. Der Freitag Abend war erst mal ziemlich gemütlich, da ich am Samstag (ja, Samstag!!) um 9 Uhr Prüfung in "Vortrags- und Diskussionstechnik" hatte. Ziemlich unchristlicher Prüfungstermin, oder?
Dafür standen frische Semmeln und Kaffee schon auf dem Tisch als ich zurück kam und das Frühstück hat sich länger hingezogen - in der Hoffnung, dass es dann auch mal zu schneien aufhören würde. Irgendwann um zwei Uhr sind wir trotzdem Richtung Stadt gezogen, aber unsere Sightseeing-Tour fiel recht spärlich aus, da der Schnee so nass war, dass wir innerhalb kürzester Zeit lieber ins Café wollten.













Zu allem Übel war dann auch noch die heiße Schoggi lauwarm, aber es war immerhin trocken und warm in dem Café und man hat gemerkt, dass die Füsse noch nicht komplett abgestorben waren. Anschliessend gab's erstmal ein kollektives Fußbad in der Badewanne.













Am Abend hat sich Urban noch zu uns gesellt, wir haben groß Pasta gekocht, den Kasten Augustiner vernichtet und sind hinterher noch fort gezogen. Anfangs waren wir erst noch ein Bierchen in einer Kneipe trinken, wo Karin und Urban ihre Fähigkeiten als Kicker-Team unter Beweis gestellt haben (und verloren), während Fuzzel und Bernhard Experimente mit den Kerzen auf unserem Bartisch angestellt haben. Kurz, sie haben halt gezündelt und gekokelt.
Angesichts zunehmender Schneemenge (und erhöhtem Potential für nasse Füsse) plus dem nicht enden wollenden Schneefall (nervig, wenn man durch die Gegend läuft) haben wir einfach den nächsten Club angesteuert. War aber nicht verkehrt: Gute Musik, gute Cocktails, lustige Leute, viele Schwule, ein Junggesellinnen-Abschied... Ein richtig schicker Abend - nur Urban hat sein Alkoholniveau irgendwie schneller erhöht als wir vier, so dass wir eher heimgegangen sind. Die Nachtbusse fielen alle wegen der Schneemassen aus, Taxi war keines zu bekommen und so durften wir auch noch nach Hause stapfen. Karin, Fuzzel und Bernhard ging es später aber nicht recht viel besser.... Zu diesem Zeitpunkt zeichnet sich schon ab, dass der nächste Morgen verkehrstechnisch etwas chaotischer werden würde. Weder Bus noch Tram fuhren, Fuzzel und Bernhard durften mein Auto erstmal ausgraben bevor sie Urban und mich abholen konnten. Nebenbei ist infolge der Schneelast auch noch mein Heckscheibenwischer abgebrochen... Und die Aktion, die beiden Autos zu befreien und uns abzuholen dauerte gerne mal drei Stunden! Unter anderem auch deswegen, weil am Zürichberg ein Schneepflug auf der ersten Zufahrt zu meiner Wohnung stecken geblieben ist, auf der zweiten Zufahrt ein Baum unter der Schneelast zusammengebrochen ist und auf die Straße gekracht ist und wir erst im dritten Anlauf Glück hatten und wieder in der Bergstrasse ankamen.
Irgendwie versank Zürich heute im Schneechaos weswegen an eine Stadtbesichtigung gar nicht mehr zu denken war und wir leider zu Hause bleiben mussten.













Statt Stadtbesichtigung gab's leider nur ne Kuschelrunde

Das tut mir wirklich für die Münchner, weil Zürich eine echt schöne Stadt ist und ihr gar ned viel gesehn habt. :( Aber es war echt cool, dass ihr mich besucht habt und ich hab mich narrisch g'freut. :)

Fehlbare Automobilistin wird zwecks Parkieren ohne gültige Parkkarte gebüsst

Ich kann Euch nur raten, legt Euch nie, nie, aber auch niemals mit der Schweizer Verkehrspolizei an. Meine Mami hat mir ihr Auto geliehen, damit ich in vier Wochen meinen Umzug nach Deutschland erledigen kann. Den Scénic hatte ich im Oktober schon für meinen Herzug dabei und bekam damals eine Anwohnerparkkarte für die Blaue Zone ausgestellt. Diese hab ich gemeinsam mit dem kopierten Antrag für die neue Karte in mein Auto gelegt und gedacht, dass das schon in Ordnung gehen würde bis ich die neue Karte bekäme.
Pustekuchen!
Ich fand am dritten Tag einen Zettel auf meinem Auto mit der Aufforderung, mich unverzüglich bei der nächsten Stadtwache zu melden. Immer noch keiner großartigen Schuld bewusst, wurde ich dort von einem Polizeibeamten darauf aufmerksam gemacht, dass es sich hier schon um ein schwereres Vergehen handelt und die Sache vor dem Stadtrichter verhandelt werden wird. Er müsse nun meine Aussage dazu zu Protokoll nehmen.
Hallo? Ich habe drei Tage ohne gültige (aber immerhin beantragte!) Parkkarte in der Blauen Zone geparkt und die Sache muss vor den Stadtrichter?!?
Auf meine vorsichtige Nachfrage hin, mit welcher Buße ich den zu rechnen hätte, meinte er nur lapidar "Naja, so ab 400 Franken dürfen Sie schon rechnen, vielleicht auch 500."
300 Euro nur für drei Tage parken?! Mit Müh und Not konnte ich mich gerade noch an der Theke festhalten, als meine Knie versagten. 300 Tacken?! Die haben doch nen Knall... Ich will nach Hause!
Zu allem Übel rief am selben Tag auch noch die Beamtin vom Verkehrsamt an, nur um mir mitzuteilen, dass man meine Parkkarte nicht genehmigen könne, da Halter und Antragsteller des Fahrzeuges nicht übereinstimmen! Halter ist meine Mami und wir haben auch rein zufällig die selben Adressen in Deutschland und ich brauche diese verdammte Parkkarte doch nur für vier Wochen bis ich ausziehe! War nichts zu machen.
Jetzt kann ich diese blöde Busse auch nicht mal mehr sinnvoll anfechten, da ich ja auch die Parkkarte nicht mehr genehmigt bekommen habe! Urban hat heute mein Auto wenigstens aus der Gefahrenzone gebracht und außerhalb von Zürich geparkt. Hoffentlich war das meine letzte Erfahrung mit der Schweizer Verkehrspolizei...