31 März 2006

Last day - last post...

Heute war der letzte Tag meines Auslandsstudiums. In der Früh hab ich schnell die Wohnung abgegeben, Schlüssel abgegeben, letzte Bücher in die Bib gebracht etc. Und hey, ich hab's geschafft, die gesamte Kaution wieder zu bekommen! Ja, das ist ne Leistung, weil der Hausmeister wie ein Schießhund kontrolliert: Ist über dem Badezimmerspiegel geputzt, sind die Lamellen des Rolladens geputzt, ... ? Mittag war ich noch mit den Assis vom Institut essen und hab mich dort verabschiedet. Und Nachmittags hab ich mich selbst mit Shopping belohnt. :)) Ja, und jetzt feier ich noch mit Urban die Abgabe meiner Semesterarbeit und den Beginn der Pendelei...

Rückblickend betrachtet, war das ein wunderschönes, halbes Jahr. Ich hab extrem viele neue Eindrücke gesammelt und auch eine Menge über mich selbst gelernt. Die Schweiz ist halt doch ein bißchen anders, als man zunächst meint. Aber auf einer Skala von 0 bis 10 Punkten bekommt sie doch eine glatte 9. Den Punkt Abzug gibts nur wegen der Einstellung zu Verkehrssündchen... Sonst ist die Schweiz schon ziemlich prima. Vielleicht zieht's mich ja wieder her.

Vielen herzlichen Dank an alle, die mich hier besucht haben. Allen, die meinen Blog lesen und auch allen, die mich ned vergessen haben (*g*), sei herzlich gedankt. Ihr habt mir eine Menge Freude bereitet.
Das war nun mein letzter Post hier, denn die bayrische Botschaft in Zürich wurde heute geschlossen und kehrt nach Hause zurück. Und alles andere privat... ;)

30 März 2006

Kastelköpf & Schnecken (1 day left)

Gut, Semesterarbeit abgegeben, aber Ruhe kehrt noch lange nicht ein. Heute war das "Zügeln" auf der Tagesordnung... Nachdem ich heute morgen um 8 Uhr erst mal mein Auto aus der blauen Zone retten musste (keine Experimente mehr, wir erinnern uns...), hab ich mit dem Kisten packen angefangen. In weniger als drei Stunden war mein ganzes Zeug schon zusammengepackt. Irgendwie reduziert man von Umzug zum Umzug mehr. Auch dieses Mal gab es wieder eine kleine und eine große Kiste, die ins Basislager nach Altötting geschafft werden, da sie eigentlich unbenötigtes Zeug enthalten...

Mist, es regnet. Und ich will die Kisten sowieso nicht weiterschleppen als unbedingt notwendig. Also hab ich das Auto auf dem Warteplatz des Nachbarhauses für die Garageneinfahrt geparkt, denn ich war sowieso alle zwei Minuten wieder am Auto mit neuen Kisten. Die letzten paar Gänge, als ich echt schon ziemlich fertig war, hat dann noch ein Taxi neben mir geparkt. Es kommt eine dicke Frau aus dem Nachbarhaus, die mich dann auch noch anspricht, während ich drei Kisten balanciere und zum Auto schleppe...

-"Entschuldigung, sind Sie von Nummer 47?"
-"Nein, ich bin von der 53. Aber ich zügle gerade und bin glei weg."
-"Wissen Sie, das geht ned, Sie können da ned parkieren."
-"Es tut mir ja wirklich leid, aber ich kann die Kisten ned noch weiterschleppen." (Kruzifix, schwing Dein Bräuroßarsch in des verdammte Taxi und laß mi in Ruh!)
-"Ich werd Sie ned verzeigen..."
-(Wenn die fette Kuh mich auch noch anzeigt, vergeß ich mich! Und laß auch noch die ganze Wut über die andere Parkbuße an Dir aus! Scheiß Schweizer Kastelköpf!)
-"... aber sie dürfen da ned parkieren. Versprechens mir, dass Sie des nie wieder machen, das kam nämlich schon öfter vor."
[hier sind nun diverse Iterationsschleifen einzulegen, wo das Ganze mit anderen Worten wiederholt wurde und es verwunderlich ist, dass ich ruhig geblieben bin und den Drang unterdrücken konnte, ihr an die Gurgel zu gheen.]
-"Nein, sicher nicht. Ich bin gleich weg und zügel zurück nach Deutschland und dann werd ich hier ganz sicher nie wieder auf diesem Parkplatz stehen.
Dann stieg das Bräuroß endlich ins Taxi und ließ mich in Ruhe. Mann, vermutlich kann die ned mal Autofahren, geschweige denn hat die eine Kiste in ihrem Leben geschleppt, aber Hauptsache man hält sich an die Vorschriften. %&"!)(ARGH!!§$$%&

Daraufhin bin ich dann erstmal nach Kilchberg gefahren in den Lagerverkauf zu Lindt & Sprüngli. Dort hab ich erstmal meine letzten Franken gelassen und ordentlich Schoggi gekauft. Zurück in Zürich, hab ich noch schnell einen Prosecco mit den Mädels vom Institut genossen, um auch mal auf meine Semesterarbeit anzustoßen.

Nachmittags stand dann noch Putzen auf den Programm. Nachdem ich schon gehört habe, dass die Zimmerabnahme sehr streng wäre, hab ich tatsächlich auch noch zwei Stunden für mein 10qm-Zimmer aufgewendet und wirklich alles geputzt. Dafür haben Abends noch ein paar aus meiner WG für mich gekocht. Als Vorspeise Salat, als Zwischengang Schnecken und als Hauptgang Appenzeller Siedwurst mit Blaukraut, Sauerkraut und Kroketten. Dazu wurde ein Shiraz serviert....

Wie Schnecken?! Ja, das Schneckerl hat die erste Schnecke seines Lebens probiert. Abgesehen davon, dass man sich denkt "Hilfe, ich hab nicht wirklich grad ne Schnecke im Mund" ist das gar nicht so schlecht. Aber immerhin noch sehr gewöhnungsbedürftig. Appenzeller Siedwurst dafür ist der Weißwurst ziemlich ähnlich und hat schon ein bißchen Heimweh geweckt... Auf ein paar ordentiche Brezen, Weißwürst und ein Weißbier freu ich mich nämlich wirklich schon.

29 März 2006

"Gopfertammit"! (2 days left)

"Gopfertammit", wie es der Schweizer gerne ausdrücken würde ("Gott verdamm mich!"). Jetzt ist's wirklich gut.... Nachdem ich die 650h-Grenze wirklich gesprengt habe, diverse Papiersstaus produziert hab, das Mittagessen ausfallen lassen hab, ungezählte Kaffees getrunken, tausend kleiner Korrekturen eingearbeitet hab, noch schnell Abstract und Acknowledgements produziert hab und diversen anderen Kleinscheiß erledigt hab, hab ich das Teufelsding (in früheren Posts auch mal Semesterarbeit genannt) um halb 7 Uhr abends auch endlich ausgedruckt in meinen Händen halten können.
Dann hab ich Arne eine Fassung in die Hand gedrückt und nur noch zombie-like nach Hause gewankt. format brain:

28 März 2006

*fiep* (3 days left)

*fiep*, weil es sich wohl so anhört, wenn das Überdruck-Ventil pfeift. :( Irgendwie war ich gestern zu frohen Mutes, denn da ist bei der Arbeit doch noch mehr zu tun, als ich dachte. Deswegen war ich gestern tatsächlich 9 Stunden am Arbeiten und hab die 600 Stundengrenze dann noch weiter hinter mir gelassen (vermutlich bin ich eh schon bei 650 Stunden). Also, wo bei der Arbeit der Unterschied zu einer Diplomarbeit ist, kann mir mal einer erklären...
Bin dann völlig fertig um halb 8 Uhr abends eingepennt, nur damit ich von 0-2 Uhr nicht schlafen konnte und heut morgen um 5 Uhr total erschlagen aufzuwachen. Jetzt wirds echt Zeit, dass das verdammte Ding fertig wird, damit ich mal wieder ruhig schlafen kann.

27 März 2006

Tribute to the Dreamteam! (4 days left)

Juhu, Arne und ich haben mit meinem Assi aus München telefoniert und es gibt fast nichts mehr an der SA zu machen. Ich sollte also am Mittwoch fertig werden... Nur noch ein kleines Kapitelchen schreiben sowie "Conclusion & Outlook" bearbeiten und dann kann ich sie abgeben! *schallalalalalala* Grund zum Feiern mit den LOS-Jungs...

Eigentlich war ja immer Dienstag der Tag, an dem wir morgens in der Cafete unsere Fallstudien gelöst haben und Abends im bQm gemütlich ein Bierchen trinken waren. Dieses Mal war's halt ein Montag, aber die LOS-Vorlesung (Logistics, Operations and Supply Chain Management) ist schließlich rum und Fallstudien gabs auch keine mehr zu lösen.













Paul und Stevie

Also, wer ist das Dreamteam? Paul "NaPauleon" Beck (oder auch "Was zum Geier wollen die von uns in der Aufgabe?", "Ich erschlag die/Dich noch mit dem Buch...."), Stefan "Stevie" Frei (auch bekannt als Mr. Schweiz.ch und gerade mit einem Bein im Gefängnis ;)) und Urban "Urbi" Mäder (auch besser bekannt dafür, sämtliche Aufgaben mit selbst aufgestellten Formeln lösen zu wollen und alles, was nur einen Dreisatz enthält, als trivial zu betrachten).















"Clöde" (also ich) wurde vom Dreamteam netterweise ins LOS-Team aufgenommen und wurde besser bekannt mit dem Lieblingsspruch "Ach, so dramatisch is des ned..." bzw. nicht enden wollenden Gelächter über die Sprüche des Dreamteams. Mann, manchmal hatte ich schon fast Bauchmuskelkater! Heimweh zu den Münchner Maschinenbauern hab ich mit Euch jedenfalls nicht bekommen, mit deren Sprüchen könnt Ihr locker mithalten.

Der guten Tradtion zufolge haben wir erstmal ein, zwei (vielleicht waren's auch mehr) Bierchen im bQm genossen, um dann anschliessend in der Rheinfelder Bierhalle ein Cordon-bleu zu geniessen. Der Paul hatte da schon das Gefühl, er hätte zu viel getrunken. Aber es gab keine Gnade und wir sind noch ins The Noble Dubliner weiter gezogen...
Jungs, war ein würdiger Abschied für mich! Vielen lieben Dank! Und das wiederholen wir bald wieder - allerdings ohne dafür in LOS2 zu müssen, okay?

26 März 2006

Faulitage! (5 days left)


Ach herrlich! Ich hab noch fünf Tage hier und jetzt ist Zürich so, wie ich mir das immer vorgestellt habe. Gut, dass ich über den Winter nicht so warme Temperaturen erwarten kann wie jetzt im Frühling, war klar, aber dass die Sonne scheint und man in der Ferne die schneebedeckten Alpen sieht, ist einfach postkarten-kitschig schön. Und den Hochnebel vermiss ich überhaupt nicht!

Heut war's auch so warm, dass Urban und ich schon am See entlang schlendern konnten (wie ungefähr 100.000 andere Zürcher) und das erste Eis des Jahres genossen haben! War eine nicht ganz exklusive Idee, aber trotzdem schön! Und es wird Frühling! *freu*

Das Beste an diesem Wochenende war echt, dass ich mal nicht arbeiten musste. Ich hab nur die Bewerbung für ein Stipendium fertig gemacht und Wandas Korrekturen eingearbeitet (und das waren meistens Kommafehler! :)) Aber sonst war der Sonntag heut ein echter Faulitag...

25 März 2006

Endlich Wochenende! (6 days left)

Mammamia, endlich Wochenende und ich muß glücklicherweise nicht mal wirklich viel arbeiten. Nachdem ich letztes Wochenende doch 14 Stunden im Institut war, muss das dieses Wochenende mal ohne gehen. Wanda hat meine Semesterarbeit Korrektur gelesen und ich hab nicht mal allzu viele Fehler gemacht. *freu* Wenn Arne und Mathey (Betreuer ETHZ und TUM) die Arbeit übers Wochenende gelesen haben, kann ich nur hoffen, dass ich nächste Woche nicht allzuviel mehr ändern muss. Hab ich schon erwähnt, dass ich diese Woche die 600 Stunden für diese verdammte Arbeit vollgemacht habe?!

Gestern Mittag war ich dann sogar noch im Stadthaus, um meinen Wohnsitz abzumelden. Erstaunlicherweise hat das nur zwei Minuten gedauert und nicht mal was gekostet. Ganz neue Dinge in der Schweiz...

Abends bin ich mit Urban und Olli aus dem Institut auf eine "Tanz in den Frühling"-Party gegangen. War ein komisches Volk, aber es gab für 15 Stutz soviel Alkohol und Knabbereien, wie man vertragen konnte. Und das hatte ich wahrlich nötig, nachdem ich wieder mal nicht vor halb 8 Uhr Abends aus der Arbeit rausgekommen bin...

Und heute? Heute ist nichts anders angesagt, als ein bißchen in der Gegend rumzugammeln. Vielleicht arbeite ich noch die Korrekturen von Wanda in der Arbeit ein. Vielleicht auch nicht. Und wenn ich ganz viel Muse hab, mach ich noch ein, zwei Bewerbungen fertig. Ach, erst mal nen Kaffee trinken....