Hochnebel und andere Zürcher Eigenheiten

Kennengelernt habe ich Zürich ja schon im Sommer, als ich hier auf Wohnungssuche war. Eine schnucklige Stadt, strahlender Sonnenschein, ein herrlicher See in der Mitte... Ich gebe zu, dieser Eindruck beeinflußte durchaus die Entscheidung, nach Zürich zu gehen. Zumal ich der festen Überzeugung war, dass es im Winter ganz genauso aussehen würde - nur mit ein bißchen mehr Schnee drum rum.
Pfiffkas!
Schnee liegt in Zürich aus irgendwelchen komischen Gründen sowieso nicht. Es ist kalt genug, aber es ist einfach kein Schnee da. Während in Altötting mindestens ein halber Meter Schnee liegt, findet man hier nicht mal einen zusammengeschmolzenen Rest. Und das in der Schweiz! Erst wenn man ein bißchen weiter aufs Land raus fährt, bekommt man ein bißchen Schnee zu sehen. Und wenn man dann auch noch die magische "Hochnebelgrenze" passiert, bekommt man auch die Sonne zu sehen. Hochnebel ist ein ganz komisches Ding. In der Stadt hat man eigentlich nicht das Gefühl, dass es neblig ist - aber sobald von einem höheren Gebäude über die Stadt blickt, merkt man, dass eigentlich die ganze Stadt im Nebel steckt. Es erinnert irgendwie an einen diesigen Novembertag, nur dass das hier ein Dauerzustand ist. Menschen mit Hang zu Herbstdepressionen ist Zürich im Winter generell nicht zu empfehlen. ;)
Morgen hab ich noch einen Firmentermin (bäh, wieder 6 Uhr aufstehen) und am Samstag werd ich mal versuchen, die Hochnebelgrenze zu durchbrechen und mache mich zum Skifahren in Richtung Davos auf. Das ganze sollte hoffentlich so wie auf dem Bild oben aussehen und ich kann dann hoffentlich behaupten "Der Sammschtig isch huuregeil gsi!" :))

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